Die Selfie Falle

Singe die Verzweiflung, o Muse, des Exilanten Sachmann

Die Geschichte spielt zur Zeit der großen Duelle. Oder: Die großen Duelle spielen zur Zeit mit der Geschichte. Zuerst brachte die mit Spannung erwartete und mit Entsetzen aufgenommene Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten die ohnehin schon aus den Fugen geratene Weltlage zusätzlich ins Taumeln - und bereits einen Monat später sollte die zwar weit weniger bedeutsame und doch ebenso symbolträchtige Abstimmung über das höchste Amt im Staate Österreich folgen. Diese wurde unter einem ehemaligen Wirtschaftsprofessor der grünen Partei und einem schlagenden, aber leider nicht geschlagenen Mitglied der Burschenschaft Marko-Germania ausgefochten. Doch dem nicht genug! Als ob die Schicksalsgöttinen selbst (oder war es Ares?) die Finger im Spiel gehabt hätten, erlebte das zitternde Erdenrund just in diesen wenigen Wochen zwischen den beiden Wahlen auch noch die nervenaufreibende Austragung der Schachweltmeisterschaft - zwischen dem norwegischen Titelverteidiger Magnus Carlsen, dessen latente Sozialphopie die knuddelige Attraktivität des Weltmeisters nicht schmälerte, und seinem Herausforderer Sergei Karjakin, der sich als Krimm-Bewohner immer schon als Russe gefühlt hatte, weshalb sein Verbandswechsel vom ukrainischen ins russische Lager nur wenig verwunderlich war und die Annäherung ans Totalitäre in diesen Zeiten ohnehin im Trend lag.

Der im Hamburger Ortsteil Schlump ansässige und aufsässige österreichische Exilant Ingobert Sachmann, aus seinem alpinen Geburtsland längst ausgewandert, war durch den Allgemeinzustand im Allgemeinen und den Sonderfall im Besonderen der größten Verzweiflung Opfer geworden. Der Sonderfall war ein Kniefall: Seit Monaten hielt der menschenfreundliche und wachsame Sachmann, Sohn der Jenaer Frühromantik und der Frankfurter Schule, Fan von Tina Turner und Freddie Mercury gleichermaßen, Anhänger des FC St. Pauli und Langzeitabonnent der Zeitschrift Die Apotheken Umschau, dem grünen Kandidaten zur Wahl des österr. Bundespräsidenten die Stange.
Alles hatte er über sich ergehen lassen: Die Flut rot-weiß-roter Fahnen auf allen erdenklichen Wahlplakaten, die häufigen Auftritte des grünen Wirtschaftsprofessors in Trachtengewand, etwa beim Kirtag in Altaussee (in Altausee!), den Slogan "Österreich dienen", die anschlussfähigen Fotografien von Spaziergängen im heimischen Wald mit Hund, die eifrig betriebene Rehabilitation des Begriffes Heimat, die motivierten Jungwähler, die mit Plakaten, Fahnen und Sprechchören jeden TV-Auftritt des Professors amerikanisch begleiteten; kurzum: Jeden Zungenkuss mit dem Status Quo hat Sachmann diesem seinem Kandidaten angesichts der drohenden, noch größeren Katastrophe, dem rechtsextremen Gegenkandidaten, verziehen.
Dass, wer den Grünen wählt, ebenfalls rechts wählt, sah der in Ästhetik geschulte Sachmann schon als ein unausweichliches Schicksal und als eine Prüfung der Götter an, die zu Bestehen er sich gerüstet glaubte. Doch weitere Tiefschläge folgten, die Prüfungen wurden herkulesker. Eine Selfie-App raubte Sachmann den Atem und beinahe den Verstand. Immer und überall, drohte die App auf der Website seines Kandidaten, könne man nun ein Selfie machen mit dem Professor, könne sich hineinprojizieren in die virtuelle Realität und sich anschmiegen an den für jedermann verfügbaren sich Fügenden. "Sie können aus sechs verschiedenen Motiven des Präsidentschaftskandidaten wählen: staatsmännisch, hemdsärmelig, beim Wandern oder im Tiroler Kaunertal." Sachmann zitterte. Das Gefühl einer tiefen Beleidigung seiner Intelligenz gab dem Enttäuschten paradox Selbstwert. Er nahm es persönlich. Noch ist nicht alles abgestorben in mir, dachte Sachmann und wankte.
Auf die Füße kam er nicht mehr. Weil: Die Selfie-App noch im Nacken, knüpften die Kommunikationsstrategen in der Wiener Wahlkampfzentrale Sachmann bereits einen weiteren gordischen Knoten in den Weg. Ein Video war es, das Sachmann schließlich zu Fall brachte. Umfallen, liegen bleiben.
Das Video: Ein Streifzug durch die heimatliche Heimat. Strahlende Gesichter. Gezeigt werden Erntehelfer, die keine sind. Dann Kühe, Berge, Würstelstand. Chöre und Musikkapellen. Kinder. Dazwischen der Professor unter Hunden und Volk. Musikalisch untermauert mit der sogenannten heimlichen Hymmne "I am from Austria". Dieses Lied kann seit seinem Bestehen keiner Vereinnahmung trotzen, was nicht an den nationalistischen Krallen der Vereinnahmer liegt, sondern am mangelnden Immunsystem des flachen Schlagers selbst. Dazu eingeblendet die Textzeile: "Sie haben es in der Hand zu entscheiden in welche Richtung unsere Heimat geht." Ha! dachte Sachmann. Welch Hohn. Die Würfel sind längst gefallen. Die Wahl ist keine mehr. Er entschloss sich, seine bereits ausgefüllte Wahlkarte nicht abzuschicken und machte sich wie jeden Montag auf zum Schach mit Agnes Minks.
Sie spielten seit Jahren miteinander und beide gleich gut, nämlich mäßig. Man war sich sympathisch. Die Bindungen sind tief, wo auch die Erwartungen es sind.

- Frau Minks! rief Sachmann. Ich kann nicht mehr! Wohl fühlt er sich in einer Lederhose, hat der Wirtschaftsprofessor gesagt. Dass es ihm gar nicht schwer fällt Tracht zu tragen, hat er gesagt! Weil er aus dem Dorf kommt. Ich komme auch aus dem Dorf und seien Sie versichert: Mir fällt es schwer.
- Es steht jedem frei eine Tracht zu tragen, aber auch jedem frei eine Tracht nicht zu tragen. Wenn aber das Nichttragen schon der Rechtfertigung bedarf, dem vorauseilenden Gehorsam, ist das Marschgetrommel nicht mehr weit - pflichtete ihm Minks bei. Das beflügelte Sachmann.
- Der Zweck heiligt die Mittel, denken die Wahlkampfstrategen, diese Sirenen der Einheit. Welch fataler Irrtum! Sie glauben sich so gut und richtig, dass es nichts gibt, was sie falsch machen könnten. Es gibt kein falsches Leben im richtigen denken sie und denken verkehrt.
- Dass es für den, der auf die Sirenen hört kein Zurück mehr gibt, sei ein Übersetzungsfehler, sagen manche. Lassen Sie die Hoffnung nicht fahren Sachmann!
- Die Segel sind gehisst, aber der Wind bleibt aus. Nichts das mich antreibt. Auch meine Fallschirme sind verbraucht. Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr. - klagte Sachmann und sank erschöpft auf seinen Stuhl.
Sachmann zog die weißen Steine, Spanische Eröffnung. Minks antwortete nicht wie gewohnt mit der geschlossenen Verteidigung, sondern mit der offenen. Springer auf e4.

- Sachmann fuhr fort: Nun scheint jedes Mittel rechts. Die Selbstzensur ist die größte, obwohl das offen zur Schau gestellte Kettenrauchen des Wirtschaftsprofessors doch ein Schritt in die dem Zeigeist entgegengesetzte Richtung wäre. Warum dieser Spur nicht folgen? Die unehelichen Kinder auf dem Dorfe haben heute bessere Karten als ein linkes Gedankengut, das zum Schandmal erklärt wird. Ab in den Keller zu den anderen Leichen! Typisch österreichisch! - empörte sich Sachmann.
Sie tauschten Läufer ab und Sachmann war am Damenflügel angeschlagen. Er brachte seinen Springer am gegnerischen Königsflügel trotzig in Stellung.
- Jetzt wird der Ausnahmezustand ausgerufen, wo doch der Weltenterror täglich waltet. Immer noch verhungern etliche stündlich. Wer davon spricht wird heimlich ausgelacht. Ein alter Hut, sagen die Konformisten und belächeln den, der zwar vielleicht ein Herz hat, aber kein Hirn mehr, das ihnen Vernunft scheint. Lieber über Rassismus reden, als über den selbst produzierten täglichen Beitrag zum Genozid. Ups, dieses Wort! Entschuldigung. Die Wortwahl ist schlimmer als die Unerträglichkeit des Bezeichneten, nicht wahr? Verhängnisvoller ist es Neger zu sagen, als einen umzubringen! - Sachmann verlor die Fassung.
Er starrte auf das Schachbrett in drohender Ermattung. Minks wollte seine Hand nehmen, ließ jedoch davon ab. Sie setzte ihn mit Turm c6 unter Druck und sagte sachte und zugleich bestimmt:
- Sachmann! Ich bitte Sie! Ihre Verzweiflung ist berechtigt, ebenso Ihre Wut. Aber Ihr Scharfsinn leidet. Vergessen Sie nicht: Wer denkt, ist nicht wütend. Und Sie wissen, von wem dieses Zitat stammt. Bewahren Sie also Haltung!
Sachmann spielte nach einer sehr langen Pause einen unbedeutenden Zug mit einem Bauern, der sein Stellungsspiel nicht stärkte. Dann fuhr er fort.
- Diese fitten Konformisten sind es, die sich jetzt, angesichts des größeren Übels, alles erlauben können. Endlich können sie ihr biederes Ja zur Welt, ihr aus dem Weg schaffen aller Widersprüche voll ausleben - und wer nicht mitmacht, wer nicht einstimmt in den Chor, wo scheinbar jede Stimme zählt, wird als Mitschuldiger verurteilt. Wer nicht wählt muss schweigen, hat sein Bürgerrecht verwirkt, drohen die Überzeugten. Ich kenne diese Leute. Geistesfeinde sind sie. Umarmer. Designer. Steigbügelhalter für weitaus Schlimmeres! Was heute salonfähig gemacht wird um den Burschenschafter zu verhindern, wird morgen weit übleres ermöglichen.
Sachmann hob die Tarnung auf. Ein Damenopfer hätte ihm Raum verschafft, er schlug aus. Heute nicht, dachte er.

- Was Sie sagen Sachmann ist genau so wahr wie falsch. Das zumindest sei Ihnen zugestanden. Doch wenn schon die Mundtotmacher der guten Sache keinen Widerspruch dulden, tuen Sie es! Judith Butler hat gesagt, man soll Clinton wählen, aber am nächsten Tag gegen sie protestieren. Das nennt man in Widersprüchen denken, Sachmann! Haben Sie das verlernt? Das Nichtverstehen darf genauso wenig Kapitulation sein, wie das bedingungslose Nein. Negative Dialektik!
Dagegen konnte Sachmann nichts einwenden.
- Das bin ich geworden? Zu dumm zum Nicht-Verstehen? - fragte er mehr sich selbst als sein Gegenüber, während er mit Springer auf g2 trabte.
- Nicht zu dumm, nur zu müde - sagte Agnes, und hätte Ingobert hinzugefügt, wenn sie denn per Du gewesen wären.

Sachmann konterte: Als Homosexuelle sich die Diffamierung "Queer" angeeignet haben, war das eine Ermächtigung. Als sich der grüne Professor den Begriff Heimat angeeignet hat, war das ratlose Selbstaufgabe. Die Umdeutung blieb aus.
- Das wäre allerdings die für den Professor charmante Interpretation. Vielleicht schlummert ja tatsächlich die Sehnsucht nach Echtheit, Stolz und Vaterland in ihm. Das sich fallen lassen ist auch Ihr Wunsch.
- Was spielts für eine Rolle? Das Amt ist symbolisch, und die Symbole sind eindeutig. Meine Angst ist eine andere: Werden die Vokabeln, die jetzt in die Mitte rücken, jemals wieder in Frage gestellt werden? Wer nicht in zügiger Gewinnmaximierung sondern historisch denkt, muss sich doch fragen: Was sind 4 Jahre Schreckensherrschaft im Vergleich zu einer ganzen Generation, die der Alternativlosigkeit ausgeliefert wird? Die Geister die man ruft, Minks!
- Schon wieder sind Sie kulturpessimistisch Sachmann!
- Dabei bin ich doch für den Fortschritt! Nicht alle, die sich in der Vergangenheit warnend zu Wort gemeldet haben, hatten unrecht.
- Aber alle, die gesagt haben, dass jetzt die Welt untergeht schon.
- Nein. Die hatten alle recht.
- Ach Sachmann. Wählen Sie, der Sie leicht reden haben. Sie haben keine Repressalien zu befürchten, keine Abschiebung, niemand wird aus rächender Euphorie ihr Heim anzünden. Check your privilege! Tappen nicht auch Sie in die Selfie-Falle. Tun Sie es für die Anderen.
- Die Anderen? Ach Frau Minks. Ich möchte auch wieder fröhlich sein, lustig. Mich auf der richtigen Seite wähnen.
- Die Tiroler sind lustig, die Tiroler sind froh, nicht wahr?
- Sagt man. Aber ich dachte immer in der Ferne lacht es sich leichter. Doch die Wahrheit ist: nur leiser.
- Wählen Sie Sachmann! Sie werden es sich nicht verzeihen, aber die Geschichte schon.
- Nicht die meine. - sagte Sachmann und bot Remis an. Minks lehnte mürrisch ab und Sachmann gab nach drei Zügen auf.

In der Nacht wurde er von unruhigen Träumen geplagt. Die Bauern rücken im Gleichschritt vor. Stiefel auf Beton. Die Springer scheuen, die Läufer tanzen, die Türme brennen. Alles vermischt sich zu Gebrüll. Er wird überrannt. Das Damenopfer, reute es Sachmann im Schlaf, das Damenopfer! Hätte ich doch, hätte ich doch! Er erwachte, stand auf, nahm am Schreibtisch Platz und besah erneut das ausgefüllte Wahlkuvert. Er überlegte hin und her, legte es beiseite und schlief erneut ein.

this is on you, hillary!

in mir regiert der neid. ich beneide all die trump wähler um ihre genugtuung. ich möchte die auch haben! aber es haben eben immer die falschen alles! und natürlich haben alle alles satt!
ich beneide die trump deppen um ihre rebellion. natürlich geht die in die völlig falsche richtung. aber sie hätte auch anders aussehen können, sie hätte auch bernie sanders heissen können. oder sogar sozialismus. so aber ist es die rebellion einer weißen mittelschicht (ich würde gerne schreiben einer männlichen mittelschicht, aber die frauen haben ja auch zahlreich (42%) trump gewählt, im kapitalismus gehts eben um nichts anderes als um kapitalismus. nichts richtiges im falschen.) also eine rebellion jener menschen, die die welt eh schon immer regiert haben und jetzt, da ihre priviligien in gefahr sind, noch so lange nach unten treten, wie sie können. aber das, was die trump wähler als masse symbolisieren, ist clinton als individuum. ihre unendliche machtgeilheit hat die usa nun dahin geführt wo sie heute sind. sie ist die königsmacherin. danke hillary, this is on you! ich könnte platzen vor ärger!
mein gott! diese clinton hat einfach nicht und nicht locker gelassen. niemand außer sie durfte es sein. und gegen die partei-elite rund um clinton und obama ist eben nichts zu machen. scheinbar haben clinton und obama ihren deal bereits im vorwahlkampf 2008 gemacht. clinton hat obama ihre unterstützung zugesagt und ihre kandidatur aufgegeben, wenn obama sie 8 jahre später ebenfalls unterstützen würde. this is what democracy looks like.
sanders durfte halt einfach nicht sein. sobald er eine gefahr für clinton wurde hat man ihn innerhalb der demokraten versucht zu boykottieren und abzusägen. nach der diesbezüglichen wikileaks enthüllung musste statt clinton die parteichefin schultz zurücktreten. eh klar. this is what democracy looks like.
übrigens kann man sich so langsam vorstellen wie sehr julian assange clinton und obama hassen muss, ohne ihn hätte clinton wahrscheinlich gewonnen. auch ihn, diesen wahrlich zwiespältigen assange, beneide ich um seine genugtuung und rache. weil: dass chelsea manning unter präsident obama und außenministerin clinton inhaftiert und gefoltert wurde, ist natürlich ein unsühnbares verbrechen der obama regierung und wird von den bescheuerten pseudolinken clinton anhängern ja ständig vergessen und verschwiegen. oder die sind leider echt so blöd dass sie es einfach nicht wissen. obwohl es ja auf wikipedia steht! und im fersnsehen war es auch!
und wenn wir schon dabei sind: wikileaks hat ja auch enthüllt, dass saudi arabien einer der, oder sogar der größte sponsor der clinton kampagne war. das ist die welt in der wir leben, clinton faselt von gleichberechtigung und multi kulti und wird dabei von einem regime finanziert, gegen das selbst trump wie genderman aussieht. wer glaubt denn den scheiss noch? kein mensch! überhaupt: saudi arabien? are you serios? ich kann es echt nicht fassen. und die gegenleistung? von waffendeals in zigmillarden höhe zwischen den usa und saudi arabien im falle eines clinton sieges berichtet wikileaks. (nicht dass es die jetzt nicht auch schon gäbe.) so furchtbar trump auch sein wird, aber für dieses maß an korruption fehlen ihm (noch) die nötigen kontakte. die haben eben die clintons und bushs dieser welt. und die müssen endlich alle weg! die haben sich die welt lange genug unter den nagel gerissen! natürlich haben die leute das alles so satt! und natürlich ist der kapitalismus so angelegt, dass jetzt alles nach rechts driftet statt nach links. lässig.
und natürlich steckt hinter den wikileaks enthüllungen kalkül und vielleicht putin, wer weiß, aber wer clinton ernsthaft gut findet, und nicht als das nötige kleinere übel, ist wahrlich wahnsinnig. dass clinton trotzdem von unzähligen „linken“ künstlerinnen wie lena dunham oder beyonce völlig kritiklos unterstützt wurde, spricht eben auch bände. man hätte auch kandidatinnen wie jill stein unterstützen können, um endlich dieses zwei-parteien-system anzugreifen, was sowieso das wichtigste wäre, das einzig richtige. aber forget it. lieber das unerträgliche ein bisschen erträglicher machen. der kapitalismus hat auf ganzer linie gesiegt. der mainstream regiert, der neoliberalismus hat sich alles alles alles einverleibt. kulturindustrie heute schlägt alles mit dämlichkeit. und jetzt endlich: revolution. aber die falsche. die ganz falsche! sanders, der natürlich auch nicht ganz unpopulistisch ist, hat tatsächlich von sozialismus geredet. das haben cliton und obama zu verhindern gewusst. aber wer sich jetzt noch immer nicht marxistIn nennt, dem ist nicht mehr zu helfen und hat nichts anders als trump verdient. nur draufzahlen müssen halt wieder die falschen. wie immer.

101 Listen. #60: Besetzungsliste Ilias Verfilmung

Odysseus: Barack Obama
Achill: Michelle Obama
Palamedes: Bernie Sanders
Agamemnon: Hillary Clinton
Menelaos: Donald Trump

Helena: Bonnie Rotten

Priamos: Jean Baudrillard
Paris: Julian Assange
Hektor: Chelsea Manning
Aeneas: Edward Snowden
Kassandra: Trey Parker & Matt Stone

Apollon: Wladimir Putin
Hades: Charles Koch & David Koch
Hera: Saudi Arabisches Königshaus
Athene: Google
Eris: Twitter
Ares: Facebook

Die Haupttendenzen sind bekannt

"Die auf den fortgeschrittensten Gebieten der industriellen Zivilisation Gestalt annehmende Gesellschaft der totalen Mobilisierung verbindet in produktiver Einheit die Züge des Wohlfahrts- mit denen des Kriegsführungsstaates (Warfare State). (...) Die Haupttendenzen sind bekannt: Konzentration der Volkswirtschaft auf die Bedürfnisse der großen Konzerne, wobei die Regierung sich als anregende, unterstützende und manchmal sogar kontrollierende Kraft betätigt; Verflechtung dieser Wirtschaft mit einem weiten System von militärischen Bündnissen, monetären Übereinkünften, technischer Hilfe und Entwicklungsplänen; allmähliche Angeleichung der Arbeiter- an die Angestelltenbevölkerung, der Führungstypen bei den Unternehmer- und Arbeitnehmerorganisationen, der Freizeitbeschäftigungen und Wünsche der verschiedenen sozialen Klassen; Förderung einer prästabilierten Harmonie zwischen Wissenschaft und nationalem Anliegen; Angriff auf die Privatsphäre durch die Allgegenwart der öffentlichen Meinung, Auslieferung des Schlafzimmers an die Kommunikation der Massenmedien".
(Marcuse: Der eindimensionale Mensch, 39).

Briefmarken Karibik. oder: Kassafrau a.D.

cornwall_kueste_netto


haben sie eine deutschlandkarte? fragt die kassafrau vom netto in oberhausen.
wohin solls denn gehen? fragt herbert der kunde. auf dem band liegen löwensenf, chicorée und mozarella.
wie bitte?
chicoreé gehört zur familie der korbblüter, sagt er.
sie wollen mich also wegtragen?
dahin wo es schön ist!
briefmarken-karibik?
ich bin zu ehrlich, sagt er.
ich zu arm, sagt sie. aber ich habe eine deutschlandkarte! und zieht sich schwupp die schürze vom leib. die kassa nehmen wir mit, aber die frau lassen wir da.
so wie es sich gehört.
nancy, sagt sie. ich lerne schnell.
angenehm herbert. ich lerne für das leben.
das nehmen wir mit. liebe ist unbezahlbar, so die kassafrau a.d., ein roadtrip kostet heute aber schnell das leben. wenn ich denn eines hätte.
aber, aber, sagt er.
aber das ist doch dasselbe! zweimal aber.
sie müssen nie wieder dasselbe sagen. das verspreche ich ihnen nancy.

cut.
die zwei stehen bei rügen. palmen.
wissen sie nancy, sie sind der einzige mensch den ich kenne, der die 30 noch nicht voll hat, aber einen richtigen job.
ich bin da irgendwie so reingerutscht.
sind sie versichert?
ein wenig...
faszinierend.
aber selfability habe ich trotzdem. und einen chef.
wie soll das denn gehen?

cut.
chemnitz. strand. wir essen senf und mozarella.
zahlen sie steuern?
jeden monat.
wissen sie nancy, sie sind ein bewundernswerter mensch. ein ehrlicher mensch.
der netto ist auch ein ehrlicher supermarkt. von der einrichtung her. es gibt keinen pfandflaschenautomaten, das machen wir kassafrauen selbst.
kundenbindung durch transparanz. oder einfach dadurch, dass alles länger dauert. dann haben die anderen schon geschlossen.
und doch wollen die alle wonaders hin. mit netto reisen.
einfach mal raus. einen tag offshore nehmen.
wenn ich nur wüßte wie das geht. da wo das geld liegt möchte ich auch liegen.
oder neben mir?
ach herbert. danke, dass sie das jetzt gesagt haben.

# abblende # cut # vorgarten # irgendwo in deutschen landen # lauer sommerabend, gegen 18 uhr # sie auf der terasse, die tischdecke ausbreitend # er im garten bei der chicoreé ernte # komm schatz, essen ist fertig #

Ole Einar Bjørndalen gibt

Ole Einar Bjørndalen gibt Jewgeni Garanitschew die Hand, Jewgeni Garanitschew gibt Arnd Peiffer die Hand, Arnd Pfeiffer gibt Fanny Horn Birkeland die Hand, Fanny Horn Birkeland gibt Alexia Runggaldier die Hand, Alexia Runggaldier gibt Emil Hegle Svendsen die Hand, Emil Hegle Svendsen gibt Johannes Thingnes Bø die Hand, Johannes Thingnes Bø gibt Simon Schempp die Hand, Simon Schempp gibt Selina Gasparin die Hand, Selina Gasparin gibt Dominik Landertinger die Hand, Dominik Landertinger gibt Galina Wischnewskaja die Hand, Galina Wischnewskaja gibt Marte Olsbu die Hand, Marte Olsbu gibt Peppe Femling die Hand, Peppe Femling gibt Martin Fourcade die Hand, Martin Fourcade gibt Tiril Eckhoff die Hand, Tiril Eckhoff gibt Scott Gow die Hand, Scott Gow gibt Gabriela Soukalová die Hand, Gabriela Soukalová gibt Anton Schipulin die Hand, Anton Schipulin gibt Konrad Bayer die Hand, Konrad Bayer gibt Konrad Bayer die Hand, gibt Konrad Bayer gibt Bayer gibt Konrad gibt Bayer.

Immanuel, bring mich um den Verstand

Song für eine Rock- oder Schlagermusikgruppe

Was kann ich wissen?
Sag du es mir!
Was soll ich tun?
Befiehl es mir!
Was darf ich hoffen?
Auf deine Strafe!
Was ist der Mensch?
Ich bin ein Tier!

Immanuel, Immanuel
bring mich um den Verstand
erzähle mir die Theorie vom Himmel
sei mein Rape Date heute Nacht

Sei erhaben über mich
bemächtige dich meiner
Mein Geist ist schwach
so ist mein Fleisch
sei die Kritik
an meiner Vernunft
und lass mich Lampe vergessen machen!

Immanuel, Immanuel
bring mich um den Verstand
erzähle mir die Theorie vom Himmel
sei mein Rape Date heute Nacht

Mach meinen Willen
zu deinem Vermögen
Ich bin erst wichtig
wenn du mich nimmst
falle über mich her
zerstör meinen Sinn
Lass nichts von mir übrig
außer ein Naturgesetz
das seine Gültigkeit
nicht mehr beweisen kann

Immanuel, Immanuel
bring mich um den Verstand
erzähle mir die Theorie vom Himmel
sei mein Rape Date heute Nacht

Wenn du die Ziele willst,
so will ich auch die Mittel
denn ich kann,
weil du willst,
was ich muss

Ach!
Immanuel, Immanuel
bring mich um den Verstand
erzähle mir die Theorie vom Himmel
sei mein Rape Date heute Nacht

...

die rettung fährt vorbei
das leben geht weiter.

101 Listen. #58: Listen Tirol 2016

Wir für alle (Flirsch) - Wir für Euch (Achenkirch) - Mia fia Enk (Aschau im Zillertal) - Miteinander, Füreinander (See) mit - a - nond (St. Anton Arlberg)

Wichtig ist Alpbach! - WiA!

gemma. gemeinsam-miteinander-aktiv (Kirchbichl)

Lebenswertes Pfunds
Gemeinsam für Pfunds
Junges Pfunds

Bauern Power (Kössen)

Bauern, Arbeiter, Zimmervermieter und Wirtschaft (Stummerberg)

Miteinander für Hippach
Gemeinsam für Hippach

Neuer Schwung für unsern Berg (Iselsberg-Stronach) -
Top Team Tristach, TTT - Langkampfen 2000 plus

- A -

"isch dir alles gleich, oda?"
"na, i bin a symmetrisch."

"bisch du eppa an autor?"
"na, i bin a lliteration."

"hasch zugnommen otto?"
"na, i bin konstant a nagramm."

"liebsch du mi so, wie i bin?"
"na schatzi, i hab a version."

"schausch du mature?"
"na, i schau a mateur."

"bisch du an pazifischt?"
"na, i bin a front, du schwuchtel."

"bisch du a guate partie?"
"na, i bin a ntipathie."

"bisch du a sozial?"
"na, i bin a sozial."

wrestling lyrik

R-Truth besiegt Heath Slater
nachdem Goldust Truth hilft.

René Pollesch Stücke als Friseursalons in Berlin als Eröffnungen im Schach

Kill your Darlings = haarscharfberlin = Läuferspiel
Der perfekte Tag = Salon Haareszeiten = Zweispringerspiel im Nachzug
Sozialistische Schauspieler sind schwerer von der Idee eines Regisseurs zu überzeugen = Friseur Kaiserschnitt = Königsgambit
Cappuccetto Rosso = James Blond = Sizilianische Verteidigung
Gasoline Bill = Friseursalon Tsunami = Grünfeld-Indisch
Cavalcade or Being a holy motor = notaufnahme = Verzögerte Abtauschvariante der Spanischen Partie
Eure ganz großen Themen sind weg! = Über Kurz oder Lang = Mittelgambit im Nachzug
Keiner findet sich schön = Bfriends Friseure = 50% Abgelehntes Damengambit und 50% Angenommenes Damengambit
Glanz und Elend der Kurtisanen = Salon Artgerecht = Orang-Utan-Eröffnung

Boutros Boutros-Ghali

mein lieblingsgedicht ist tot.

leistung und vergnügen

Franz-Xaver Franz Drama-Queen

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Immanuel, bring mich...
Song für eine Rock- oder Schlagermusikgruppe Was.. .
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and i quote

"Mit Honig auf dem Kopf tue ich natürlich etwas, was mit denken zu tun hat." Joseph Beuys
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