Eigene Texte

allein

du willst mich einsam wissen?
so bringe mich unter die menschen.

du willst mich mit mir wissen?
so bringe mich zu dir.

du willst mich mit dir wissen?
so lasse mich allein. denn all mein denken und fühlen, mein begehren und wollen, mein verzweifeln und hoffen, mein wünschen und fürchten, meine freude, meine eifersucht, mein stolz, mein glück, meine angst - all das kommt über mich
und also du.

post privacy: journal mai 2008 (mail an e.)

den sommer herbeisehnen. allenfalls halbtagsfrühling in diesen tagen. bedrohlich wandern andauernd schneegrenzen talwärts.

sich über mein neues rad freuen, das um 60 euro auf eine bezirksblatt-anonce antwortend erstattet werden konnte.
versuchen, das licht bei dem neuen rad zu reparieren.
diese reparatur andauernd hinausschieben.

jeden samstag mit a. und m. auf den bauernmarkt gehen und vor allen dingen spinat kaufen.

sich umdrehen, blind eine cd auswählen und erfreut feststellen, dass es sich um miles davis tutu handelt, eine e.-cd. an ein zeichen glauben.

die seit ein paar tagen andauernde übelkeit a.s als schwangerschaftsanzeichen deuten und dabei gelassen bleiben. irgendwann sowieso vater werden wollen.

neue rezepte für die unmengen an gekauftem spinat heraussuchen.

bemerken, dass die gelassenheit gegenüber der vorstellung vater zu werden schon verdrängung im vorhinein ist.

sich ab und zu darüber freuen, dass a. und m. nie fleisch in der wohnung essen.

nicht vergessen zu erwähnen, dass j. vor 2 wochen einen sohn
bekommen hat.

sich andauernd gedanken machen über hattrick, das online fußball-manager-spiel, das ich seit kurzem spiele. einsehen, dass es noch jahre dauern wird, bis ich darin erfolgreich sein werde.

nach dem orgasmus das porno-schauen bereuen, aber nicht damit aufhören können.
dabei an l. denken, der gesagt hat: "schon in dem augenblick, in dem ich abspritze, denke ich mir: lassts doch de arme frau in ruh."

alles von peter handke abgeschaut und seinem buch: "das gewicht der welt"

"Ich trank den Tee so hastig aus, als wollte ich gleich jemandem nachrennen"
(handke)

den erstbesten satz von "das gewicht der welt" abschreiben und darunter diesen satz schreiben.

meine referate dieses semester und die dazugehörigen lehrveranstaltungen: michel de montaigne (momente in geschichte, denken, kunst) homi bhabha (literaturtheorie) der nebensatz (grammatik. mit v.) der wolf bei thomas hobbes (fabel)

einsehen, dass ich damit nicht angeben kann.

viel lärm und gesang vor dem weekender. ärger!

sich vorstellen vielleicht einmal uni-professor zu werden.
angst haben das nicht erreichen zu können.
fest daran glauben das erreichen zu können.
daran zweifeln etwas noch besseres zu erreichen.
an hattrick denken.

daran denken, wie in wien nachts die u-bahn-schienen geschliffen werden und versuchen, die feuerspritzer zu imaginieren.

e.s neue frisur unerwähnt lassen.

e. mit zwei m schreiben.

den heimkommenden a. an seinem gepfeife erkennen, während ich meter weiter oben bei offenem fenster am klo sitze und lustige taschenbücher lese.

glauben, dass alles besser wird.
sich allein sehnen. und doch wieder nicht.
sorgen haben und kurze momente der unbefangenheit.
sich vielleicht irgendwann dafür schämen.

europameisterschaft in innsbruck. denken, wie es im weli zugehen wird und hoffen, ein dress von einem betrunkenen geschenkt zu bekommen.

sich nach links drehen und ein foto machen.
das foto in den anhang stellen.

den verdammten fotoapperat finden!

nicht unterschreiben und keine antwort anfordern.

wir-gefühl. oder: die besseren deutschen

x: ich hab das spiel gestern nämlich gar nicht gesehen weißt du...
y: müller.
x: ich bin stattdessen durch die stadt spaziert, durchs agnesviertel...
y: thomas fucking müller.
x:... und da hängt seit jahren ein riesengroßes transparent: plantanen sterben lassen? einkürzen! das einkürzen soll die platanen wohl vor dem tod retten.
y: müller, müller, müller, drei mal! der hund!
x: jedenfalls war die stadt völlig leer, völlig leer, das musst du dir mal vorstellen. weil die alle fußball geschaut haben.
y: und ronaldo? null mal. null null null. drei mal null mal.
x: und da ist mir eines aufgefallen: die wenigen menschen, die man auf der straße antrifft, die menschen sieht man an und man weiß, man hat etwas gemeinsam. wir blickten uns an, die anderen und ich, und wußten: wir sind die außenseiter. die verweigerer.
y: ronaldo hat sicher geweint in der kabine. die fotze.
x: und das irre ist nämlich, dass im gegensatz zu all den unzähligen fußballfans, das wir-gefühl bei den wenigen nichtfußballfans viel größer ist. da gibt es einserseits das wir-gefühl in einer masse, das ist aber diffus und schwankend und endet dann entweder im alkohol oder in der vergewaltigung. meistens in beidem.
y: und der pepe bekommt sofort rot. kanns einfach nicht lassen, der ist sowas von gestört der typ. gehört weg wenn du mich fragst.
x: während die wenigen, die sich im ausgestorbenen agnesviertel unter den absterbenden platanen über den weg laufen und sich mit zaghaften blicken streifen, eigentlich gar kein wir-gefühl haben wollen und aber gerade diese wenigen sich plötzlich einer viel intensiveren gemeinschaft angehörig fühlen als die schlandmasse. aber siehst du: das ist der unterschied: masse vs gemeinschaft.
y: der ronaldo ist sowieso schwul in wahrheit. was der mit seinem körper immer aufführt... das machen sonst nur die türken, aber türke ist der keiner. deshalb muss der schwul sein.
x: einerseits will man gar kein wir haben, aber dann hat das so etwas verschworenes an sich, etwas aufregendes. man blickt sich an, man respektiert einander, kennt die gefahr. man weiß: underground, baby. subculture.
y: der pepe ist übrigens brasilianer, spielt aber für portugal. typisch! gibts aber bei uns auch, mesut, sami, jerome... und miro und poldi, eigentlich polen. wobei... die polen sind eh nicht so schlimm wie alle immer tun.
x: aber das eigenartige ist ja, dass sich diese gemeinschaft nur durch den ausschlußmeschanismus der masse bildet. wie ich immer sage: alles hat auch sein gutes. yin, yang.
y: die sind in wahrheit mittlerweile eh die besseren deutschen.
x: wer?
y: die polen.
x: die polen? sind die besseren deutschen?
y: politisch meine ich. die engländer seit neuestem ja auch. und sogar die franzosen. und die italiener. und die österreicher. die österreicher aber schon lange. bei denen ists ja auch nicht so schlimm... aber die franzosen. das tut weh.
x: welchen franzosen meinst du? platnini? italiener. zidane? algerier. trezeguet? argentinier. djorkaeff? armenier. viera? senegalese. desailly? ghanaer. thuram? guadeloupianer. henry? halb guadeloupianer, halb kreole. evra? senegalese. sagna? senegalsese. pogba? halb guineer, halb kongolese. koscielny? pole. abidal? kreole. benzema? algerier. nasri? algerier. matuidi? angolaner.
y: und ribery?
x: hat sich vor zehn jahren in bilal yusuf mohammed umbenannt.
y: oh mann... dann doch lieber poldi.
x: ach was. das ist das beste, was den franzosen passieren konnte. die schaffen sich einfach ab. so wie ich immer sage: deutschland muss sterben, damit wir leben können.
y: wie die platanen.
x: siehst du, jetzt hast du es verstanden!

Whitney Housten

Figuren: Johnny (28), Paul (33), Franziska (29)
Eine Wohnung. Johnny sitzt am Tisch. Franziska daneben. Paul steht. Überall Bierflaschen und Wurstsalat.


Johnny:
Feuer!
(Paul wirft ihm das Feuerzeug zu)
Johnny: (zündet sich eine Zigarette an): Ok. Nächste Kategorie: Die größten Todesfälle aller Zeiten, Top Drei. Ich fang an.
Paul: Ok.
Johnny: Platz Drei: Grace Kelly.
Paul: Ok.
Johnny: Der Grace Kelly Tod ist ja allgemein unterschätzt. Das wissen die jungen Leute heute gar nicht mehr, wie groß die Grace Kelly war! Hollywood Star und Prinzessin, tragische Ehe, Goldener Käfig, Stilikone! Und dann dieser Tod! Autounfall! Und noch dazu mysteriöse Umstände. Es heißt ja, ihre minderjährige Tochter sei am Steuer gewesen! Und das Begräbnis von der Grace Kelly, das haben mehr Menschen im Fernsehen verfolgt als die Mondlandung! Also Platz Drei völlig verdient!
Paul (angetrunken, Bier in der Hand. Steht an die Wand gelehnt dem Tisch gegenüber, wirkt etwas gelangweilt): Mein Platz Drei.... Michael Jackson.
Johnny: Jackson? Hmm... naja... also meinetwegen. Mein Platz Zwei: John F. Kennedy. Ist glaub ich klar oder, muss ich nicht mehr dazu sagen... Pauli?
Paul: Ja eh. Mein Platz Zwei.... Jesus.
Johnny: Jesus?
Paul: Ja. Jesus.
Johnny: Na gut, durchaus eine interessante Wahl. Philosophisch! Also, Platz Eins ist ja klar: Prinzessin Diana. Tragische Ehe, Königin der Herzen, mysteriöse Todesumstände, zwei kleine Buben zurückgelassen, die Queen gezwungen Emotion zu zeigen, ein Politikum, ein weltweiter Schock! Und so jung! Und dieses Begräbnis, dieses Begräbnis! Pavarotti weint wie ein Kind! Und Elton John! Candle in the Wind! Meistverkaufte Single aller Zeiten! Immer noch! Und das Blumenmeer vorm Buckingham Palace.... Also Diana Platz Eins, ganz klar. Bei dir auch, oder?
Paul: Meine Nummer Eins... Whitney Housten.
Johnny: Jetzt im Ernst.
Paul: Whitney Housten.
Johnny: Wenn du nicht ernst spielst, macht es keinen Spaß!
Paul: Whitney fucking Housten.
Johnny: Fuck You! (Tötet die Zigarette aus, geht zu Pauli. Packt ihn am Kragen). Diana! Sags. Sag Diana!
Paul: Whitney.
Johnny: Diana! Ich brech dirs Gesicht!
Paul: Whitney.
Johnny: Ok. Vorschlag: Wenn du Diana auf Platz Eins nimmst, dann blas ich dir einen.
Paul blickt freudig überrascht und gleichermaßen herausfordernd.Franziska: Tus nicht Pauli!
Johnny (den Blick weiter auf Paul gerichtet): Misch dich nicht ein, ich warn dich!
Franziska: Pauli tus nicht!
Johnny läßt von Paul ab, blickt zu Franziska.
Johnny: Halt dich da raus verdammte Scheiße! Ich stopf dir den ganzen Wurstsalat in die Fresse, ich schwörs!
Franziska: Der Pauli läßt sich nicht von dir erpressen.
Johnny: Doch das läßt er. Pauli?
Paul: Whitney!
Johnny: Wixer!
Franzsika: Ha! Ha! Ha!
Johnny: Fuck You!
Franziska: Fuck You!
Johnny: Na gut Pauli, du hast gewonnen. Aber...darf ich dir trotzdem einen blasen?
Paul: Ich trau dir nicht.
Johnny: Bitte bitte!
Paul: Hmm... ok.
Johnny kniet sich hin, beginnt Paul auszuziehen. Franziska beobachtet die Szene mit zunehmender Aufmerksamkeit. Johnny beginnt Paul einen zu blasen. Plötzlich hört Johnny auf. Steht auf, blickt Paul an.
Johnny: Oje. Tut mir leid. Ich muss leider aufhören. Ich hätte ja so gerne weitergemacht, aber gerade ist mir Diana erschienen in meinem Kopf und hat gesagt, ich darf nur solchen Leuten einen blasen, die sie auf Nummer Eins haben.
Paul: Drecksau. Mach sofort weiter.
Johnny: Hmm.. weißt du Pauli, ich kann ganz schnell weitermachen. Musst nur Diana sagen. Königin der Herzen.
Franzsika: Pauli, nicht nachgeben! Ich blas dir einen wenn du hart bleibst!
Johnny: Fuck You!
Franziska: Fuck You!
Johnny: Ich fick nie wieder mit dir wenn du ihm jetzt einen blast.
Franziska: Schön wärs.
Johnny: Außerdem kann ich viel besser blasen als du, der Pauli wär ja schön dumm...
Franziska: Bitch!
Johnny: Also Pauli?
Paul : Whitney!
Franziska: Yeah! So geil! So geil!
Johnny: Fuck you.
Franziska: Yes.
Johnny (gibt sich geschlagen. setzt sich wieder): Na gut. Und Franzi, wer ist deine Nummer Eins?

Franziska: Rosa Luxenburg.
Paul: Gute Wahl!
Johnny: Ihr seids so scheiße beide.

mein text für die mole12 ist online

(aus dem archiv muss man sagen, eigentlich schon ein paar jahre alt)

//molekultur.at/ausgabe/mole12/mole12_schandemarterl.php

post privacy: journal winter (frühling)

da war kein winter. dieses foto: beinahe ein lüge.
IMG_7071

aus zwei wochen wurden zwei monate. aber aus den vorangegangenen monaten wurden keine ewigkeit. das, was mir immer so abstrakt erschien, so belanglos und fern, nämlich die zeit und der raum, füllten sich mit leben. mit vielen vielen leben. mit den leben derjenigen, die da waren und derjenigen, die nicht da waren. mit den leben derjenigen, die gegangen sind und denen, die nicht gehen konnten. mit den leben jener, die gehen mußten, aber zurück wollten und mit den leben jener, die freiwillig gegangen sind und nie weg waren. mit den leben derer, die ich gerade erst kennengelernt hatte und die mir sofort vertraut waren und mit den leben derer, die ich schon ewig kannte und mir immer fremd blieben. mit leben aus meiner kindheit, mit den leben meiner familie. mit leben, die da waren, bevor ich da war. ich habe es gesehen, auf den photographien, die mein vater uns geschenkt hat, vor diesen hunderttausend jahren, die zwei monate lang dauerten. die waren schon vorher da, die anderen. die eltern und die geschwister. und dann erst ich. eine aufdringlichkeit? wo man es doch dabei hätte belassen können, nach dreien von uns. mein leben eine kür? daher mein fehlendes pflichtbewußtsein? das ewige gefühl, dass es nicht sein müßte und dass es auch anders sein könnte, alles immer anders sein könnte? und daher auch mein lautes wesen? hallo, jetzt bin ich da!
aber jetzt bist du da. hallo, du.

gibt es diese geschichte schon? ich baue eine zeitmaschine, nur um dich schon früher kennenlernen zu können. (vielleicht als sequal zu eternal sunshine of the spotless mind)

diese vorstellung: man lernt die liebe seines lebens erst im fortgeschrittensten alter kennen (und das, die liebe des lebens, muss nicht unbedingt ein mensch sein. wohl eher ist es eine weise des seins). und die nun einsetzende, raßende angst vor dem tod, bringt einen sofort um.
oder noch schlimmer: das einsetzen eines vernichtenden bereuens über die mittelmäßigkeit des vorangegangenen, bisherigen lebens, die sich noch jahre zieht und alles helle in den schatten stellt.
(und der wunsch der religiösen, dass es den sündern im augenblick ihres todes so ergehen möge, zeigt ihre ganze niederträchtigkeit.)
überhaupt vermute ich, dass vieles von der angst vor dem tun und ändern und sein, eine daran angeschlossene angst vor dem bereuen ist. die angst, zu sich selbst zu sagen: gut, dass ich mich von dir gelöst habe.

aber es ist ja auch so:
ich möchte glücklich sein. ich möchte, dass du glücklich bist.
ich möchte, dass du glücklich bist, weil ich glücklich bin (glücklich bin wegen dir). aber: ich möchte nicht, dass du unglücklich bist, unglücklich bist weil ich unglücklich bin. und am allerwenigsten: dass du unglücklich bist, weil ich glücklich bin.
(und doch enstpricht diese glücksspirale dem gewöhnlichen hergang einer paarbeziehung)

appropos: vielleicht ist mein ausgeprägter narzissmus nur dazu da, um mich vor dem zerstörerischsten aller gefühle zu schützen: der eifersucht.

ich möchte schon wissen, wo das finstere in mir ist.
nein, mehr noch: wo es herkommt.
nein, mehr noch: was es ist.
nein, nein, nein, mehr noch: was ich damit tun soll.
wir ziehen es ans licht, das finstere in mir. das kann ich nicht alleine. dann stehen wir drum herum und schauen es an. was nun damit anfangen?
es gehen lassen? oder sich darin gehen lassen?
es aufheben? oder sich darin aufheben?
damit spielen? oder sich damit spielen?
es bekämpfen? oder sich damit bekämpfen?

oder: sich mitteilen und teilen. und dabei ganz ganz sein. so, wie man ist. nein, mehr noch: so, wie man wird. (sich gehen lassen und dabei ganz da sein. (oh gott, ich werde zunehmend dermaßen esoterisch. aber das mit dem fließen... no doubt about it.))

ich steige in den zug, wenige stunden nachdem wir uns verabschiedet haben und schlage eine zeitung auf. viele gesichter, die nicht du sind. viele sätze, die nicht die deinen sind. nein, nein, nein denke ich und lege die zeitung beiseite. noch nicht.

ich steige aus dem zug und werde am bahnsteig von einem cowboy, einer nonne und einer ente in zweifelhaften, aber doch herzlichen empfang genommen. (alle drei sind mir mindestens so unbekannt, wie sie sich selber kaum (noch) zu kennen scheinen) hallo köln. hallo karneval.
das spiel mit der identität, der wunsch nach auflösung und zerfall, das geht einher, mit der stärksten identitätsbildung. der individualismus nicht im, sondern als kollektiv. und es ist genau so verzwickt. so vielseitig. so banal und so schön und so grausig und so liebenswürdig.
und wie gesagt: das auflösen der identität als identitätsbildung, das ist ja gerade das, was ich will.

und für dich möchte ich alle lings sein. auch der frühling.

mein text über gebi mair ist online

//molekultur.at/ausgabe/mole11/mole11_guter-haider.php

post privacy: journal jahreswechsel

2013: das denken und das fühlen in einklang bringen.
2014: das denken und das tun in einklang bringen.

j. und ich haben uns nach diesem aufregenden jahr auch mal einen freien abend verdient und lassen in der silvesternacht alles unversucht.
auf der suche nach der, unter der gefahr zur routine zu verkommen stehenden aufregung. (didn´t i blow your mind this time?) oder: vergnügen ohne leistung

wir stellen uns vor: statt 20 kommen nur 4 leute zur party. wir versammeln uns im keller, in dem zur tanzfläche leergeräumten, quatratischen raum. jeder schnappt sich zwei bierkisten und setzt sich in eine ecke des raumes. wir starren uns stundenlang an, ohne etwas zu sagen und trinken währenddessen die 8 kisten alleine aus. um mitternacht prosten wir uns kurz zu.
wir können nicht miteinander, wir können nicht ohneeinander.

mir wird mitgeteilt: "freunde werden wir in diesem leben keine mehr."
friends with benefits - or no friends at all

gruppensingen nach mitternacht, in der leeren kirche auf dem hügel. ein chor einem vogelschwarm gleich, sich gegenseitig entwickelnd, kein dirigent, keine noten. etwas archaisches, etwas sich-aneignendes, etwas ritualisches. ich bin stoned as hell und denke mir: "das ist das größte kunstwerk, das ich je erlebt habe!"

1. jänner: die sonne scheint in das kleine zimmer im ersten stock des alten hauses. noch bevor ich aufgestanden bin, sprechen wir eine stunde lang über unsere liebhaberInnen - ich im bett und du auf einem stuhl gegenüber. weil du versuchst, mit dem rauchen aufzuhören, schenkst du mir eine packung zigaretten. die restlichen zwei packungen werfe ich dem vorbeigehenden e. zu.
(das ewige quälen derjenigen, die beschliessen, das bessere leben zu führen)

um dem trennungsschmerz vorzugreifen, überlege ich, jetzt schon ein ersatzgoldkettchen für mein geliebtes goldkettchen zu kaufen. (und die überlegung, ob ich meine beziehung auch so geführt habe)

mir die vorteile eines one night stands erklären lassen. (gegenargument: die angst vor der angst des anderen, wenn man seine vorlieben zum vorschein kommen läßt)

diese so ernste liebe zu silvester, die mich einen abend lang ganz umschlingend in die gesellschaft integriert. natürlich schüttle ich allen fremden menschen um mitternacht die hand.

a. schreibt mir um 00:39, als ich bereits zurück im haus und gerade auf der treppe, am weg hinuter zur tanzfläche bin (und jenseits von nüchtern): "wir haben eine rakete für dich abgeschossen!". und ich denke mir, dass das die schönste geste ist, die ich mir im moment vorstellen kann.
(und b. schreibt mir: "alles gute 2014-17")

neujahrsvorsatz: mit j. ausgemacht, 2014 auf keinen fall miteinander ins bett zu gehen.

durchatmen.
und weiter geht's.

Kein schöner Leben

Um Schlag Mitternacht, wie es der Zufall so wollte, und dank S., entdeckte ich diesen meinen alten Text wieder, heute, am 8. Dezember. (geschrieben wohl 2007/2008)


Ein Einkaufszentrum dekoriert mit Weihnachtsschmuck. Vornehmlich Frauen mittleren bzw. rasch fortschreitenden Alters verteilen sich Kaffe trinkend oder durch Schaufenster blickend im Raum. Die Kaffee trinkenden Frauen sitzen auf Gartenstühlen der in den Gängen freistehenden Cafes samt Sonnenschirm. Manche besitzen zugehörige Kinder oder einen hörigen Hund. Weihnachtsdekoration glitzert von oben. Es scheinen golden Sterne, am Schaufenster steht einsam
Sie (auf die Preise blickend): Ach wer da mitbieten könnte!
Eine andere: Aber auch ihr Dekorationswert macht sie daseinsberechtigt, vorausgesetzt sie stellen sich und aber auch anderen aus. Achten sie dabei bloß auf ihre Haltung, da man gerade hier die Trübsinnigkeit ungern aushält. Durch unsere spitzen Klimaanlage halten wir schon genug Menschen aus, die im Grunde nichts Nennenswertes zu unserer Ausbreitung beitragen, sondern sich hier, anstatt in ihren Heimen, ihre Zeit totschlagen lassen. Hier bist du Mensch, solange du hier einkaufst. Das Einkaufszentrum bietet dank den Friseursalons und Kinderstätten ein ausgeglichenes Ganztagsprogramm für kurzfristig Unentschlossene oder Langzeitarbeitslose. Gerade zur Vorweihnachtszeit sind unsere Kunden dankbar um einen Zeit und Geld vertreibenden Ort wie diesen. Oh, aber da kommt ja unser Herr Hausverstand, bekannt aus Funk und Fernsehen!
Der Hausverstand: Liebe Österreicherinnen, liebe Österreicher! Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen glauben, immer schneller leben zu müssen – egal, ob Tag oder Nacht, uninteressant, ob Wochentag, Feiertag oder Sonntag. Mag sein, dass unsere moderne Gesellschaft diese Entwicklung verlangt. Könnte es aber auch sein, dass wir in unserem Beschleunigungs-Wahn übersehen, wie viel uns durch diesen Mangel an Ruhe und Zeit verloren geht?
Eine alte Frau: Wie froh bin ich, dass gerade hier, im Herz der Alpen, das Altenheim mitten in dieses schöne Industriegebiet gepflanzt wurde. Als mich meine Kinder hier abgeliefert haben, konnte ich mein Glück nicht begreifen und begreife heute noch nichts. Hier gibt es so viel zu sehen, und lachend läuft das Leben in Form junger Menschen an mir vorbei. Nur wenige Minuten brauche ich von meinem Heim in das helle Neonlicht, und bevor ich endgültig darin eingehe, bin ich froh um jede Minute Auslauf die man mir hierher erlaubt.
Irgendwer, vielleicht ein Mann: Schrecklich das mit dem kleinen Kellermädchen, das da so viele Jahre eingeschlossen wurde. Wenn die da oben doch nur auf das Herrerl des deutschen Schäferhunds gehört hätten, wär’s gar nicht erst so weit gekommen. Solchen Hinweisen ist nachdrücklich nachzugehen! Da hätte sich unsere Presse einen Haufen Arbeit und Geld durch die Finger gehen lassen können. Anweisungen deutscher Schäferhunde ist prinzipiell Folge zu leisten! – aber was sehe ich da. 19,90 für diesen überaus attraktiven Wäscheständer.
Eine Frau: Ich möchte nur eines wissen, wurde das Mädchen nun oder wurde es nicht von diesem Mann, sie wissen schon was ich meine. Immerhin hat die Öffentlichkeit ein Recht darauf.
Ein Mann: Da bin ich ganz sicher, auch wenn die Kleine das bis heute nicht zugeben will! Zu so einer Entführung gibt’s diese Einführung ja meistens kostenlos dazu. Eins plus eins gratis. Hübsch genug wäre sie ja!
Eine Frau: Man muss die Kleinen eben auf das Leben draußen vorbereiten. Früher oder später werden wir das schon noch erfahren, Dank dieses einfühlsamen Fernseh-Reporters.
Der Hausverstand: Die Kunst des Ruhens ist ein wichtiger Teil der Kunst des Lebens.Wir sind der festen Überzeugung, dass wir alle verlässliche Ruhepausen brauchen, in denen wir uns zurücklehnen, besinnen, nachdenken und neue Kraft holen können. Die besten Ruhepausen sind jene, an denen möglichst viele aus dem eigenen Freundes- und Familienkreis auch Zeit für gemeinsame Aktivitäten haben. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, heuer am 8. Dezember unsere Filialen nicht aufzusperren und unseren Mitarbeiter/innen diesen Tag zur ihrer freien Verfügung zu stellen.
Eine Mitarbeiterin: Danke, oh Herr. Wenn sie gestatten muss ich nur noch meinen Mann um Erlaubnis bitten. Immerhin kann eine so wichtige Entscheidung nicht allein über mich gefällt werden.
Eine Kollegin: Dieser Herr ist mein Hirter, mir wird an nichts mangeln! Hier wird rundum für mich gesorgt. Ich kann meine Kinder am Eingangsbereich abgeben und meiner Arbeit hinterher gehen. Die Waren lachen mich den ganzen Tag freudig an, dass ich es kaum erwarten kann, zuhause von ihnen versorgt zu werden, auch wenn die Versorgung mir allein anheim fällt und mich völlig ausfüllt, so dass nur wenig Zeit bleibt mich anderweitiger Arbeit zu widmen. Ich danke Gott für den freien Tag den er mir am 8. Dezember geschenkt hat, damit ich Allfälliges Anstehendes ordnungsgemäß erledigen kann unter den wachen Augen meines Fürsprechers.
Dieselbe oder die andere: Der Hausverstand sagt, man sollte immer wissen wenn es zuviel ist. Ich danke meinem Arbeitgeber, dass er mich nun auch außerhalb meiner Arbeit an der Hand führt und mich in allen Lebenslagen berät. Ernährung und Gesundheit stehen ganz oben auf seinem Einkaufszettel den ich zwar nicht lesen, jedoch bezahlen kann. Er steht hinter mir und flüstert mir eine praktisch zu handhabende Gebrauchsanweisung ins Ohr. Vielleicht kann ich einmal meine Kinder hier im Geschäft in die Schule schicken! Das wäre schön hat man mir gesagt, weil meine Kinder dadurch alles bekommen was sie zum Leben brauchen: Vitamine, Ballaststoffe und Spiel, Spaß und Spannung. Sie werden dann während der Arbeit nicht an Dinge denken, weil sie diese gar nicht kennen und niemals kennen lernen werden. Gerade so viel wie der Mensch zum arbeiten braucht, man sollte immer wissen, wenn es zuviel ist!
Frauen im Chor: Danke für diesen freien Tag! Danke für meine Arbeitstelle, danke für meinen Hausverstand, danke dass deine Hand mich leiten will an jedem Ort.
Eine Verkäuferin: Die Stecken? Die finden sie drüben bei den Stäben und Stangen. Aber achten Sie gefälligst auf die Marke! Man kann heute nicht vorsichtig genug sein. Ich freue mich, dass unsere Fleischproduktion von den freundlichen Männern der AMA, was immer das auch heißen mag, gut überwacht wird. Das ist mir viel lieber als ausländisches Fleisch, das ja ohnehin schon zu genüge zur uns dringt. Das liegt einem dann unnötig schwer im Magen, wo man doch ganz andere Dinge zu erledigen hätte. So aber muss man die als erstes erledigen. Nutzen sie auch unsere vielen 1 Euro Angebote, aber nur so lange der Vorrat reicht.
Eine mittelständische Ehefrau: Ich möchte mich nun völlig und ohne Kompromisse dem freien Warenverkehr öffnen, damit er ganz und gar in mich dringen kann. Ich will ab sofort meinen ganzen Körper verinnerlicht wissen, möchte mich meinem Ernährer und Versorger mit Haut und Haar ausliefern um mein Leben in eine geordnete Bahn leiten zu lassen. In all meinen Belangen will ich die totale Beratung! In jeder Beziehung zählen die Menschen! Meine Bank will ich so nah wie möglich, damit sie mich in allen Lebenslagen beraten kann. Eine gute Bank ist zwar ganz nah, nur aber die beste ist immer an meiner Seite. Einfach näher am Menschen! Ganz in mir drinnen will ich die Bank samt Berater stecken haben. Alles Kapital soll dabei in mich und durch mich fließen. Durch und durch gewinne ich an Profil. Meine Individualität wird mir aus der Masse herausgestochen. Alles wird persönlich an mich gerichtet werden, die Werbung flattert dann nur noch passend ins Haus. In letzter Not als Rettungsanker, weil ich dann nur mehr das angeboten bekommen werde, was ich wirklich brauche. All meine Bedürfnisse werden sorgsam gespeichert um endlich die Qual der Wahl von mir zu nehmen. Einfach schöner leben!
Zwei Männer kommen auf die Frau zu. Einer trägt einen hellen Rollkragenpullover, darüber ein Sakko, der andere Mann ist in blauem Anzug mit roter Krawatte. Die Frau sinkt auf die Knie. Sie reißt sich alles vom Leib, schreiend. Die Männer nehmen die glückliche Frau in die Mitte, einer von vorn und einer von hinten und gehen ab.

P.S.: Der Autor wurde bei diesem Text von einer österreichischen Nobelpreisträgerin inspiriert, sagt aber nicht von welcher. Raten Sie! Keine Preise zu gewinnen.

Aber ich bin eben nicht so der Typ für den Moment

X: Ich muss Lampe vergessen! Vergessen, vergessen, vergessen!

Y: Seit ich keinen Alokohl mehr trinke, das ist nun schon einige Wochen so, und weißt du, seit ich keinen Alkoho mehr trinke, da geht es mir überhaupt nicht...
X: ver-ges-sen !
Y:...besser.

X: Das kommt mir so bekannt vor. Geradezu vertraut.

Y: Ich habe diesen Satz schon einmal aufgeschrieben und vorgelesen, aber ganz anders. Damals hieß es: "Früher habe ich immer gedacht, dass ich dich nicht mehr lieb habe, sobald es mir egal ist, was du sagst. Heute möchte ich dich so lieb haben, dass es mir egal ist, was du sagst."
Und weißt du, die Erfahrung als Grundlage dieses Satzes, die ich gemacht und dann niedergeschrieben habe, die hat mein Leben komplett verändert... äh... vergessen. Die Erfahrung hat mein Leben vergessen. Stell dir das mal vor!

X: Ich habe mein Leben auch schon oft vergessen. Meistens zuhause. Leben eben.

Y: Seit ich keinen lkohol mehr trinke, fällt mir alles wieder ein. Nur um jetzt, in einem glasklaren Licht zu sehen, dass das, was da mein Leben ist und war, also daß ich das alles, jetzt, wo es mir wieder eingefallen ist, dass ich das jetzt alles GETROST vergessen kann. (bzw: dass ich das jetzt alles getrost VERGESSEN kann.)
Schwupp Di Wupp
Aber nicht daß du glaubst, deshalb ginge es mir besser.

X: Wem nichts einfällt, der kann auch nichts vergessen.

Y: Ich stehe vor dem Spiegel, wie mit 16, und schaue mir selbst in die Augen und sage: "Ich bin Ich".

X: Das nächste Mal werde ich vorher fragen, was da in der Tablette eigentlich drinnen ist. Weil wenn ich währenddessen nachfrage, dann werde ich es am kommenden Tag bereits wieder vergessen haben.

Y: Ich bin eben nicht so der Typ für den Moment. Vor allem nicht, wenn ich nüchtern bin.

X: Ich denke auch gerne zurück. Immer mit Wehrmut allerdings.

Y: Seit ich keinen Alkolol mehr
X: vergessen, vergessen, vergessen!
Y: Lakolha
X: Lampe, Lampe, Lampe!!!!

Y: Ich schreibe auf einen Zettel: "Es darf nicht vergessen werden, das Leben nicht zu vergessen" und stecke ihn mit einem Reißzweck an die Korktafel, die über meinem Schreibtisch angebracht ist.

X: Ich schreibe auf einen Zettel, damit ich es nicht vergesse: "L... äh... ähm... Lampe, muss nun völlig vergessen werden!"

Y: Zuerst wollte ich dich auffressen und jetzt will ich dich vergessen. Aber im Endeffekt habe ich bloß aufgehört zu trinken.

X: Ich kenne jemanden, der hat so wenig geraucht, dass er irgendwann einfach vergessen hat, dass er raucht. Er hat also versehentlich aufgehört zu rauchen. Ich hingegen würde gerne einmal in meinem Leben meinen Geburtstag vergessen.

Y: Auffressen - Vergessen - Gegessen. Die Nahrungskette dramatischer Liebe.

X: Ich betrachte die Angelehenheit nun für vergessen.

Y: Stell dir vor, ich würde vergessen, dass ich aufgehört habe zu trinken und dann im größten Rauschzustand fällt mir alles wieder ein und ich stecke mir irgendwas in den Rachen, um jeden Tropfen Lokahol wieder rauszukotzen... wäh ist das eine grauslige Vorstellung.

X: Der Vorhang ist ohnehin längst gefallen.

Y: Dann liegt alles ausgebreitet vor deinen Füßen, das was vor kurzen noch ganz anders war, so schön und reizvoll, aber eben: das Verbot vergessen - das tut weh. Und irgendwann, das dauert gar nicht lange, da wird dir dann bereits schlecht, wenn du den Lalakohl nur ansiehst.

X: Pfui!

Y: Seit
X: ich
Y: keinen
X: Lampe
Y: mehr
X: vergesse

Y: ... ähhm...

X: ...hmm...

leistung und vergnügen

Franz-Xaver Franz Drama-Queen

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