Publikumserfolg
Sie sind der Feind. Sie sind immer da. Und sie machen immer alles kaputt.
Sie machen Lärm, verstehen nichts, finden immer das Falsche gut und haben keine Ehrfurcht vor dem Wahrhaftigen. Sie applaudieren falsch, sie lachen zu viel. Sie sind von sich überzeugt. Sie machen den Mund auf! Sie stellen im Anschluss Fragen, welche keine sind. Sie sind schlecht gekleidet. Für sie ist Kunst ein Hobby. Sie gehen danach zurück in die Realität. Sie sind die stumpfe Erfüllung jeder Provokation. Keine Beleidigung kann sie treffen - man müsste sie schon prügeln.
Sie sind alle Anderen. Die, die immer auch noch da sind. Sie sind das Publikum.
In der Regel hassen wir uns. Ganz anders aber dieser Tage in einem Kölner Kino. Gesehen wurde Darron Aronofskys neuer, tatsächlich hochgelobter Balletthorrorthriller "Black Swan". Und entgegen jeder Regel, war dieser Film nicht trotz, sondern gerade nur wegen der Anderen im Saal erträglich. Warum? Ganz einfach, sie, ich darf sagen wir, haben gelacht! Aber wir haben nicht mit dem Film gelacht, sondern über ihn. Wir haben ihn ausgelacht. Gemeinsam. Die ganze Lächerlichkeit dieses unsinnigen Filmes, der sich peinlich penetrant ernst nimmt, wurde erkannt und man freute sich gegenseitig unheimlich darüber, dass man dabei nicht der Einzige war. Und so wurde dieser cineastische Schwindel entlarvt und umgemüntzt in ein warmes Gefühl des sich-verstanden-fühlens.
Tatsächlich habe ich hier offensichtlich gerade die Richtigen getroffen, ein Blick zu Kritik und Foren zeigt: Fast alle sind von „Black Swan“ begeistert. Wir aber haben uns gefunden. Wir aber waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Es war Schicksal. Eine Sternstunde. Wir hätten eine facebook-Gruppe gründen sollen, um von nun an nur mehr gemeinsam ins Kino zu gehen. Ich werde euch vermissen. Ihr wart mein bestes Publikum.
Sie machen Lärm, verstehen nichts, finden immer das Falsche gut und haben keine Ehrfurcht vor dem Wahrhaftigen. Sie applaudieren falsch, sie lachen zu viel. Sie sind von sich überzeugt. Sie machen den Mund auf! Sie stellen im Anschluss Fragen, welche keine sind. Sie sind schlecht gekleidet. Für sie ist Kunst ein Hobby. Sie gehen danach zurück in die Realität. Sie sind die stumpfe Erfüllung jeder Provokation. Keine Beleidigung kann sie treffen - man müsste sie schon prügeln.
Sie sind alle Anderen. Die, die immer auch noch da sind. Sie sind das Publikum.
In der Regel hassen wir uns. Ganz anders aber dieser Tage in einem Kölner Kino. Gesehen wurde Darron Aronofskys neuer, tatsächlich hochgelobter Balletthorrorthriller "Black Swan". Und entgegen jeder Regel, war dieser Film nicht trotz, sondern gerade nur wegen der Anderen im Saal erträglich. Warum? Ganz einfach, sie, ich darf sagen wir, haben gelacht! Aber wir haben nicht mit dem Film gelacht, sondern über ihn. Wir haben ihn ausgelacht. Gemeinsam. Die ganze Lächerlichkeit dieses unsinnigen Filmes, der sich peinlich penetrant ernst nimmt, wurde erkannt und man freute sich gegenseitig unheimlich darüber, dass man dabei nicht der Einzige war. Und so wurde dieser cineastische Schwindel entlarvt und umgemüntzt in ein warmes Gefühl des sich-verstanden-fühlens.
Tatsächlich habe ich hier offensichtlich gerade die Richtigen getroffen, ein Blick zu Kritik und Foren zeigt: Fast alle sind von „Black Swan“ begeistert. Wir aber haben uns gefunden. Wir aber waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Es war Schicksal. Eine Sternstunde. Wir hätten eine facebook-Gruppe gründen sollen, um von nun an nur mehr gemeinsam ins Kino zu gehen. Ich werde euch vermissen. Ihr wart mein bestes Publikum.
Lebensmensch - 2011-01-23 13:37